Jubiläumsbiwak „20 Jahre Preußen
von Möckern 1813 e.V.“
in Seifertshain
190 Jahre Schlacht von Waterloo
Rochlitzer Winterbiwak
1. Winterbiwak 2004
„Die Plünderung von Rochlitz“
2. Winterbiwak 2006
„Russlandfeldzug 1812“
3. Winterbiwak 2008
„Gefechtsmarsch um
den Seelitzer Stieg“
Die Plünderung von
Freyburg
200.Jahrestag der Doppelschlacht
von Jena und Auerstedt
  2. Winterbiwak – 27. bis 29. Januar 2006
"Rußlandfeldzug 1812"


... Der Rest des Regiments schleppt sich über schneebedeckte Felder. Kaum einer der vorüberziehenden Soldaten, der nicht verwundet ist. Diejenigen, die noch einen Mantel besitzen, verbergen frierend ihr Antlitz hinter dem hochstehenden Kragen. Andere haben Stofffetzen zu Kopftüchern gebunden. Die Strapazen kilometerlanger Märsche stehen den Männern und Frauen ins Gesicht geschrieben. ...

Die Witterungsverhältnisse – Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, vereiste Waldwege und zugefrorene Flüsse – spielten dem Anliegen, den Russlandfeldzug von 1812 möglichst authentisch nachzuahmen, in die Hände.

Der 28.Januar – der Tag des insgesamt 15 Kilometer langen Marsches – führte uns zumindest im Ansatz die todbringenden Situationen von einst vor Augen: Wir verließen Rochlitz und marschierten zunächst über Feldwege. Flüsse und deren Nebenarme kreuzten unseren Weg: die mit ausreichend Eis bedeckten Wasserflächen konnten jedoch problemlos überwunden werden. Das letzte Stück – der Aufstieg zum Kloster Wechselburg wurde zur ersten Bewährungsprobe. Die Glätte machte das Beschreiten des eingeschlagenen Weges zum Wagnis. Doch alle überstanden diesen schwierigen Abschnitt.

Im Gegensatz zu den Wegverhältnissen war die Versorgungslage gut. Nach der Hälfte des Wegs konnten sich im Kloster Wechselburg alle beim Mittagessen aufwärmen. Doch die zweite Teilstrecke sollte noch einige Überraschungen bereithalten. Die durchgängig vereisten Wege forderten ihren Tribut. Zahlreiche Stürze hatten materielle Ausfälle zur Folge – gebrochene Gewehrschäfte bzw. Kolben und verbogene Säbel. Unser vorsorglich eingerichteter Fahrdienst brachte diejenigen, die vor der Natur „kapitulieren“ mussten, in das Rochlitzer Lager zurück.

Am Ende stand ein Drittel „Verlust an Mensch und Material“ zu Buche. Mit Einbruch der Dunkelheit erreichten die Reste des zusammengeschmolzenen preußischen Kontingents Rochlitz. Spätestens jetzt waren wir dem Jahr 1812 sehr nahe gekommen.


  • Pressestimmen zum 2. Winterbiwak
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