Jubiläumsbiwak „20 Jahre Preußen
von Möckern 1813 e.V.“
in Seifertshain
190 Jahre Schlacht von Waterloo
Rochlitzer Winterbiwak
1. Winterbiwak 2004
„Die Plünderung von Rochlitz“
2. Winterbiwak 2006
„Russlandfeldzug 1812“
3. Winterbiwak 2008
„Gefechtsmarsch um
den Seelitzer Stieg“
Die Plünderung von
Freyburg
200.Jahrestag der Doppelschlacht
von Jena und Auerstedt
  3. Winterbiwak – 25. bis 27. Januar 2008
„Gefechtsmarsch um den Seelitzer Stieg“


... 1813: Die Rochlitzer Region wird in die Kriegshandlungen zwischen preußischen Einheiten und napoleonischen Truppen hineingezogen. Rund um den Bieserner See haben die Regimenter Aufstellung genommen. Es entbrennt ein heftiges Gefecht um den Seelitzer Stieg. Dieser ist der einzige Zugang zu den strategisch wichtigen Seelitzer Höhen und dem gleichnamigen Ort. Die ersten Schüsse fallen, Soldaten sinken getroffen zu Boden. Andere ereilt das Schicksal der Gefangenschaft. Während sich das Gelände schnell mit Toten und Verwundeten füllt, gelingt es einer bis dahin in Reserve stehenden Kompanie im Eilmarsch den Kampfplatz zu umgehen, den Stieg zu besetzen und eine Verteidigungsstellung aufzubauen. Mit massiertem Feuer gelingt es im Fortgang der Kämpfe, alle Angriffe auf diese vorteilhafte Position abzuwehren. Ein Hauptmann der preußischen Garde, der die Sinnlosigkeit eines weiteren Angriffs auf die besetzten Höhen erkannt hat, bittet weißbeflaggt um eine Waffenruhe. Er greift nach dem letzten Strohholm und droht mit der Erschießung seiner Gefangenen. Das bezahlt er mit seinem Leben. Seine restlichen Truppen werden aufgerieben. ...

So könnten sich Gefechte der damaligen Zeit abgespielt haben. Zumindest war für die Teilnehmer an diesem Gefechtsmarsch eines erkennbar: die strategisch wichtige Bedeutung von Höhenzügen; und damit verbunden die Erkenntnis, wie verlustreich die Einnahme einer vom Gegner besetzten Höhe zu werden drohte.

Am Ende des Tages, der uns auf der Strecke Rochlitz-Bieserner See-Seelitz-Rochlitz durch landschaftlich reizvolles Gelände führte, war allen anzumerken, wie kräftezehrend das Soldatenleben von 1813 gewesen sein musste. Keiner möchte wohl mit den Kriegsteilnehmern von einst tauschen ... So bleibt Geschichte erfahrbar, spürbar und der Krieg verliert dennoch nicht seinen Schrecken.

Ein besonderes Erlebnis gab es aber noch zu erwähnen: Auf dem Reiterhof Seelitz konnten die Infanteristen sich zumindest für einige Sekunden zur Kavallerie versetzen lassen. Der Reiterhof hatte uns dankenswerterweise ein Reitpferd für Fotoaufnahmen zur Verfügung gestellt. Schon das Aufsitzen war für so manchen Infanteristen eine schwer zu überwindende Hürde; aber: alle schafften es und nahmen so wieder eine neue Erfahrung mit nach Hause.


  • Pressestimmen zum 3. Winterbiwak
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