Jubiläumsbiwak „20 Jahre Preußen
von Möckern 1813 e.V.“
in Seifertshain
190 Jahre Schlacht von Waterloo
Rochlitzer Winterbiwak
Die Plünderung von
Freyburg
200.Jahrestag der Doppelschlacht
von Jena und Auerstedt
  Jena 2006 - 200 Jahre Schlacht bei Jena und Auerstedt

Ein Teilnehmerbericht von Dirk Heinze

In der Zeit vom 13.10. - 15.10. 2006 gedachten das Land Thüringen, die Stadt Jena und die Gemeinden auf den ehemaligen Schlachtfeldern der blutigen Ereignisse, welche als die Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt in die europäische Geschichte eingegangen sind.

Gegen Abend des 13.10. war unsere Einheit komplett. Inzwischen war auch das Detachement vom „1. Garderegiment zu Fuß“ eingetroffen. Nach dem das Kochfeuer brannte, konnten wir getrost der kommenden Dinge entgegen sehen. Am nächsten Morgen riss uns die Trommel um 6 Uhr aus dem Schlaf. Nach dem Frühstück ging es 9 Uhr zum Drill. Die frisch formierten Einheiten mussten „eingeschliffen“ werden. Wir sollten das Reservebataillon sein. Danach marschierten wir zum Gefechtsfeld.

Durch das ansteigende Gelände hatten wir einen imposanten Blick auf das Marschband der verbündeten sächsisch-preussischen Truppen. Leider war das Wetter sehr diesig, so dass wir selbst Vierzehnheiligen nur noch schemenhaft wahrnehmen konnten. Gegen 12 Uhr erreichten wir das für die Schlachtdarstellung vorbereitete Terrain.

Hier empfingen wir die Verpflegungsbeutel. Im Gegensatz zu den armen Teufeln von 1806, mussten wir keinen Hunger leiden. Punkt 14 Uhr begann die Artillerie beider Seiten zu feuern. Dann rückten die Plänkler vor. Unvergesslich blieb der Aufmarsch der Franzosen unter den Augen des „Kaisers“ zu den Klängen einer Militärkapelle. Nach zwei Stunden ging die historische Darstellung mit einer Parade zu Ende.

Gegen 17.30 Uhr waren wir nach einem Marsch über die Felder wieder im Biwak – jeder mit einem Reservoir an Eindrücken, welche wiedergeben zu wollen leider an dieser Stelle nicht möglich ist. Am weiteren Abend gab es für alle historisch Gekleideten warmes Essen und ein Getränk kostenlos gegen Wertmarken, die wir bei der Anmeldung erhalten hatten. Schnell kehrte an diesem Abend Ruhe ein. Wir saßen noch eine Weile am Feuer, redeten oder gingen unseren Gedanken nach.

Am nächsten Morgen weckten uns die Tambours erst um 7 Uhr. Nach dem Empfang des Frühstücks für alle Gruppen und nach der Einnahme desselben, begannen wir mit dem Abbau des Biwaks und der Heimreise.